Digitalisierung

„Digital Jetzt“– Neue Förderung für die Digitalisierung des Mittelstands

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt seit Anfang September kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit dem Programm „Digital Jetzt – Investitionsförderung für KMU“. Das Programm bietet finanzielle Zuschüsse und soll Firmen dazu anregen, mehr in digitale Technologien sowie in die Qualifizierung ihrer Beschäftigten zu investieren.

Die maximale Fördersumme beträgt 50.000 Euro pro Unternehmen, bei Investitionen von Wertschöpfungsnetzwerken kann sie bis zu 100.000 Euro pro Unternehmen betragen. Der Eigenanteil, den das Unternehmen selbst zur geplanten Digitalisierungsinvestition beisteuern muss, kann über Kredit- und Beteiligungsprogramme gefördert werden.

Wer kann die Förderung beantragen?

Mittelständische Unternehmen

  • aus allen Branchen (inklusive Handwerksbetriebe und freie Berufe)
  • mit 3 bis 499 Beschäftigten, die Digitalisierungsvorhaben planen (zum Beispiel Investitionen in Soft-/Hardware und/oder in die Mitarbeiterqualifizierung)

Welche Voraussetzungen müssen Unternehmen erfüllen?

Das Unternehmen muss durch die Beantwortung gezielter Fragestellungen beim Förderantrag einen Digitalisierungsplan darlegen. Dieser

  • beschreibt das gesamte Digitalisierungsvorhaben,
  • erläutert die Art und Anzahl der Qualifizierungsmaßnahmen,
  • zeigt den aktuellen Stand der Digitalisierung im Unternehmen und die Ziele, die mit der Investition erreicht werden sollen,
  • stellt beispielsweise dar, wie die Organisation im Unternehmen effizienter gestaltet wird, wie sich das Unternehmen neue Geschäftsfelder erschließt, wie es ein neues Geschäftsmodell entwickelt und/oder seine Marktposition gestärkt wird.

Laufzeit der Förderung

Das Antragsstellungstool wird am 7. September freigeschaltet. Der Antrag auf Förderung ist bis einschließlich 2023 zu stellen.

Das sind die Ziele des Programms

  • Mehr Investitionen mittelständischer Unternehmen in digitale Technologien sowie Qualifizierung und Know-how der Beschäftigten
  • Mehr branchenübergreifende Digitalisierungsprozesse bei KMU und Handwerk
  • Verbesserte digitale Geschäftsprozesse in Unternehmen
  • Mehr Chancen durch digitale Geschäftsmodelle
  • Stärkung der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit von KMU
  • Befähigung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die Chancen der Digitalisierung zu erkennen und neue Investitionen in die Digitalisierung ihres Unternehmens anzustoßen
  • Höhere IT-Sicherheit in Unternehmen
  • Stärkung von Unternehmen in wirtschaftlich strukturschwachen Regionen

>> Weitere Infos zum Programm
>> Zum Antragsportal

Innovationsförderung: Das neue Forschungszulagengesetz

Das Konjunkturpaket der Bundesregierung hat die Forschungszulage von 500.000 Euro auf eine Million Euro erhöht und die Bemessungsgrenze von zwei auf vier Millionen verdoppelt. Der Fördermitteltopf selbst ist nicht begrenzt.

Förderfähig sind alle in Deutschland ansässigen Organisationen und Unternehmen – also auch Einzelunternehmen und KMU sowie die, die größer sind als KMU. Außerdem sind Forschungsverbünde (FuE-Kooperationen) zur Förderung zugelassen.

Seit dem 1. Januar 2020 können diese für ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (FuE-Vorhaben) eine Steuergutschrift erhalten, sofern sie nach dem 01. Januar 2020 begonnen wurden.

Damit soll das neue Forschungszulagengesetz (FZulG) als Spritze für die Innovationsentwicklung in Deutschland wirken. Folgende Kategorien werden dabei berücksichtigt:

  1. Grundlagenforschung
  2. Industrieforschung
  3. Experimentelle Entwicklung

Folgende Kriterien sind für die FuE-Vorhaben definiert:

  1. Gewinnung neuer Erkenntnisse (neuartig)
  2. Orginäre Konzepte und Hypothesen (schöpferisch)
  3. In Bezug auf das Ergebnis ungewiss
  4. Geplant und budgetiert (systematisch)
  5. Ergebnisse, die reproduziert werden können (übertragbar)

Folgende Kosten sind dabei förderfähig:

  1. Lohnkosten für die Mitarbeiter, die an den FuE-Projekten arbeiten. Dazu gehören auch die Lohnnebenkosten.
  2. Ausgaben für in Auftrag gegebene Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Erstattungsfähig sind 60 % der an den Auftragnehmer gezahlten Vergütung.

Ein Unternehmen benötigt eine Bescheinigung der >> Bescheinigungsstelle Forschungszulage (BSFZ), die darüber entscheiden, ob ein Vorhaben förderfähig ist. Die entsprechende Forschungszulagenbescheinigungsverordnung (FZulBV) ist seit dem 01.08.2020 in Kraft. Danach erfolgt die Antragstellung beim zuständigen Finanzamt.

Kontakt

Wenn Sie fragen zu den Programmen haben, sprechen Sie uns gerne an.

Sie erreichen uns aktuell über die Hotline Tel. 0 151 / 11 45 39 07 in der Zeit von Mo-Fr 9-15 Uhr oder schreiben Sie uns eine Mail an beratung@remove-this.wito-gmbh.de

Wirtschafts- und Tourismusförderung Landkreis Peine GmbH (wito gmbh) | Ilseder Hütte 10 | 31241 Ilsede | Tel.: 0 51 72 / 94 92 600 | Fax: 0 51 72 / 9492 601

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