Liquiditätshilfen

Corona-Soforthilfe der NBank: Antrag noch bis 31. Mai möglich

Die Zuschussförderung für gewerbliche und freiberufliche Kleinunternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten wurde in Niedersachsen umgestellt und mit der Corona-Soforthilfe des Bundes neu geordnet.>> Programm Info

Soloselbstständige, Angehörige freier Berufe und kleine Unternehmen, die in Folge der Covid-19- Pandemie in ihrer Existenz bedroht sind, können ab 1.4. neue Zuschusshöhen bei der NBank beantragen. 

Gestaffelt nach der Anzahl der Beschäftigten ergibt sich aus der Förderung ein Zuschuss bis maximal 25.000 Euro:

  • bis zu 9.000 Euro: bei bis zu fünf Beschäftigten (jetzt Bundesmittel)
  • bis zu 15.000 Euro: bei bis zu zehn Beschäftigten (jetzt Bundesmittel)
  • bis zu 20.000 Euro: bei bis zu 30 Beschäftigten (Landesmittel)
  • bis zu 25.000 Euro: bei bis zu 49 Beschäftigten (Landesmittel)

Die Gewährung der Soforthilfe erfolgt nur einmal je Unternehmen. Eine bereits erhaltene Soforthilfe aus der Niedersachsen-Soforthilfe Corona (ohne finanzielle Unterstützung des Bundes) wird auf diese Soforthilfe in voller Höhe angerechnet. Hat ein Unternehmen zum Beispiel bereits 3.000 Euro im Rahmen der Niedersachsen-Soforthilfe bekommen und erhält nun 9.000 Euro im Rahmen des Bundeszuschusses bewilligt, bekommt er weitere 6.000 Euro über den Bund.

Der bisherige Landeszuschuss für Soloselbstständige, freiberuflich Tätige und Kleinstunternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten wird durch die Bundesförderung ersetzt. Eine Doppel-Beantragung ist nicht mehr nötig.

Die Anträge und Einzelheiten zur Beantragung finden Sie unter folgendem Link  https://www.soforthilfe.nbank.de/.

Falls es Probleme bei der NBank gibt, können Sie den Antrag als pdf herunterladen. Der ausgefüllte Antrag kann über antrag@remove-this.soforthilfe.nbank.de übermittelt werden. Bei Fragen zur Förderung wenden Sie sich bitte an beratung@remove-this.nbank.de .

Hinweis zu Förderbedingungen:
Eine Abdeckung der Lebenshaltungskosten ist nicht Bestandteil der Förderung.

In diesem Falle weist das Bundeswirtschaftsministerium darauf hin, dass der Zugang zu Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II), insbesondere dem Arbeitslosengeld II, vereinfacht wird. Sollten die Lebenshaltungskosten nicht gedeckt sein, ist ergänzend die Grundsicherung nach ALGII zu beantragen.

NBank bietet Tilgungsaussetzung bei Förderdarlehen an

Ab sofort können Unternehmen über ihre Hausbank eine Tilgungsaussetzung für bestehende Förderdarlehen der NBank beantragen. Die Tilgungsaussetzung gilt für folgende Kredite:

  • Niedersachsen-Kredit
  • Niedersachsen-Gründerkredit
  • Unternehmerkredit Energieeffizienz Niedersachsen
  • Niedersachsen-Kredit-Energieeffizienz Gebäude
  • Niedersachsen-Kredit Energieeffizienz Produktion

Dies ist für den Zeitraum vom 1. April bis zum 30. Juni 2020 möglich. Für die Leistungsrate im März 2020 kann die Hausbank für die Endkreditnehmer eine Rückerstattung der Tilgung bei der NBank beantragen.

Auch das Aussetzen der Rückzahlung beim Förderdarlehen Mikrostarter Niedersachsen ist möglich. Hier erfolgt die Beantragung direkt bei der NBank beim zuständigen Sachbearbeiter.

Sonderfonds Kulturschaffende der VGH-Stiftung und der Niedersächsischen Sparkassenstiftung

Die VGH-Stiftung und die Niedersächsische Sparkassenstiftung haben einen Sonderfonds für ein Soforthilfeprogramm zur Unterstützung freiberuflich bzw. selbstständig tätiger Kulturschaffender in Niedersachsen und Bremen aufgrund der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie aufgelegt. Die Unterstützung richtet sich an Kulturschaffende, deren Erstwohnsitz in Niedersachsen oder Bremen ist und deren Arbeit inhaltlich einem der in der Förderkonzeption der Stiftungen definierten Förderbereiche zuzuordnen ist.

Das Programm ist bis zum 30. Juni 2020 befristet – Anträge auf Soforthilfe können mit Hilfe des Antrages unkompliziert gestellt werden unter: www.vgh-stiftung.de oder www.nsks.de.

Liquiditätsbeschaffung mit Hilfe von Bürgschaften:

Kreditprogramme der KfW mit Haftungsfreistellung

Sie können bei Ihrer Hausbank einen KfW-Kredit für Investitionen und Betriebsmittel beantragen, sofern Sie bis zum 31.12.2019 nicht in Schwierigkeiten waren.

Dazu gehört der KfW Unternehmerkredit. Dieser bietet Risikoübernahmen für die durchleitenden Finanzierungspartner von bis zu 80 % für Betriebsmittelkredite bis 200 Mio. EUR Kreditvolumen. Eine höhere Risikoübernahme kann die Bereitschaft der Finanzierungspartner für eine Kreditvergabe erleichtern. >> Weitere Infos 

Für Existenzgründer*innen und junge Unternehmen bis zu 5 Jahre gibt es den klassischen ERP-Gründerkredit mit Krediten bis zu 100.000 Euro. Auch dieses Instrument stellt die KfW zur Verfügung und muss über die Hausbank beantragt werden. >> Weitere Infos 

Die konkreten Hilfsangebote finden Sie unter >> www.kfw.de

Bürgschaften über die Niedersächsische Bürgschaftsbank (NBB) und

Das Land Niedersachsen hat seinen Bürgschaftsrahmen für den Zeitraum vom 13.03.2020 bis 31.12.2020 auf 3 Mrd. Euro erhöht. Die >>NBB verbürgt im Expressverfahren innerhalb weniger Tage und weitet die Möglichkeiten für Fördermöglichkeiten für Betriebsmittelkredite aus.

Anfragen für Finanzierungsvorhaben können wie gewohnt durch die Hausbank erfolgen oder über das >> Finanzierungsportal der Bürgschaftsbanken.

Für alle KfW-Instrumente und Bürgschaften des Landes sind die Hausbanken der erste Ansprechpartner. Deshalb empfehlen wir umgehend Kontakt zu Ihrer Hausbank aufzunehmen.

Steuerliche Maßnahmen

Laut Bundesministerium für Finanzen sind folgende Maßnahmen für Steuererleichterungen geplant:

1.    Leichter gewährte Steuerstundung – Steuerzahlungszeitpunkt wird hinausgeschoben
2.    Leichtere Anpassung von Steuervorauszahlungen – Vorauszahlungslast wird gesenkt
3.    Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen – bis 31.12.2020

Eine Anpassung der Vorauszahlungen der Einkommenssteuer bzw. Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer für das Veranlagungsjahr 2020 ist möglich, wenn Sie von den Auswirkungen betroffen sind.
Anträge auf zinslose Stundung und die Herabsetzung von Steuervorauszahlungen (Einkommenssteuer, Körperschaftssteuer) bzw. des Steuermessbetrages für Zwecke der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen sollten bevorzugt via ELSTER >>www.elster.de an das Finanzamt gestellt werden.

Prinzipiell gilt hierbei, es ist immer individuell, sprechen Sie daher mit Ihrem Steuerberater.

Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bis September 2020

Die Insolvenzantragspflicht ist bis zum 30.09.2020 für betroffene Unternehmen ausgesetzt und tritt rückwirkend zum 1. März 2020 in Kraft.

Voraussetzungen der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sind:

  • Die Zahlungsunfähigkeit bzw. Überschuldung des Unternehmens muss Folge der COVID-19-Pandemie sein.
  • Die Aussicht für eine erfolgreiche Sanierung und Beseitigung der Zahlungsunfähigkeit bis zum 30. September 2020 muss gut sein. Sobald sie aussichtslos erscheint, lebt die Antragspflicht wieder auf.

Die Aussetzung gilt nicht, wenn das Unternehmen am 31.12.2019 nicht zahlungsunfähig war.

Versicherungsrecht

Eine Betriebsausfallversicherung deckt im Normalfall nicht das Risiko einer Pandemie. Sie zählt zu den sogenannten Kumulrisiken, damit sind Gefahren gemeint, die in relativ kurzer Zeit sehr viele Schäden anrichten. Zwar kann der Schutz ergänzt werden- beispielsweise auf Betriebsschließungen-infolge vertraglich vereinbarter übertragbarer Krankheiten. Um einen eventuellen Anspruch geltend machen zu können sollten sich Betroffene an ihren Versicherer wenden.

Kontakt

Für Unternehmer/innen haben wir eine Hotline unter 0 151 / 11 45 39 07 in der Zeit von 9-15 Uhr eingerichtet.

Ihre Anfragen oder Anliegen können Sie uns gern auch per Mail senden an beratung@remove-this.wito-gmbh.de

1x1 zum Förderantrag der Landes- und Bundesmittel

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