Teilnehmer der finnischen Delegation aus Heinola zu Besuch im Landkreis Peine

Politischer Besuch aus dem Land der tausend Seen

37 Jahre Partnerschaft zwischen der finnischen Stadt Heinola und dem Landkreis Peine – ein schöner Anlass zur Pflege der langjährigen Freundschaft anlässlich des Besuchs einer 7köpfigen Delegation aus Finnland! Der Besuch der Gäste aus dem Land der tausend Seen vom 4. – 6. März stand ganz im Zeichen des fachlichen und kulturellen Austauschs sowie der Vertiefung der langjährigen partnerschaftlichen Beziehungen. Die Heinola-Delegation wurde angeführt von Herrn Sami Salminen, 1. Stellvertretender Vorsitzender des Stadtrates und der langjährigen Vorsitzenden der Stadtregierung, Frau Kirsi Lehtimäki.

Zum Auftakt des Programms besuchten die finnischen Gäste das Kreismuseum, wo sie von der Leiterin, Dr. Doreen Götzky sowie Anna-Lisa Bister, Leiterin der Servicestelle Kultur interessante Einblicke in die regionale Kulturarbeit und aktuelle Museumsprojekte erhielten. Die Gäste aus Heinola waren sehr daran interessiert zu erfahren wie kulturelle Angebote in einer ländlichen Region wie im Landkreis organisiert und weiterentwickelt werden.

Auch der politische Austausch spielte natürlich eine wichtige Rolle während des Aufenthalts. Landrat Henning Heiß, Erste Kreisrätin Bettina Conrady sowie Vertreterinnen und Vertretern der Kreistagsfraktionen diskutierten mit den Gästen aus Finnland über aktuelle kommunalpolitische Themen und Herausforderungen wie die Finanzierung der öffentlichen Dienstleistungen, die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung, Gesundheitsversorgung, Klimaschutz und mögliche Kooperationsprojekte. Heinola und der Landkreis Peine haben in vielerlei Hinsicht andere Strukturen und Organisationen, jedoch auch vieles gemeinsam wie bspw. den demografische Wandel – eine immer älter werdende Bevölkerung bei abnehmender Erwerbsbevölkerung – mit seinen vielfältigen Auswirkungen.

Ein festlicher Abend im Hotel Schönau mit u.a. auch langjährigen Unterstützern der Heinola-Partnerschaft bot darüber hinaus weiteren Raum für persönliche Begegnungen und vertiefende Gespräche in angenehmer Atmosphäre.

Am zweiten Tag stand der Besuch beim Wasserverband Peine auf dem Programm. Die finnischen Gäste wurden vom technischen Leiter des Wasserverbandes, Herrn Michael Wittemann über die regionale Wasserwirtschaft und Infrastruktur sowie vom Geschäftsführer Peter Funk über das große Netzwerk des in Peine ansässigen Norddeutschen Wasserzentrum e.V. informiert. Mit dem Besuch im Schokoladenhaus lernten die Gäste aus dem hohen Norden zum Abschluss die besondere süße kulinarische Seite der Region kennen.

Landrat Henning Heiß, der auch Gründungsmitglied des Heinola-Fördervereins ist, betont: „Stolz können wir sein auf unser Vorzeigeprojekt: den Schüleraustausch zwischen Heinola Lukio-Gymnasium und dem Ratsgymnasium Peine – seit 2015 konnten wir acht erfolgreiche Austauschrunden feiern. Dieser Austausch ist ein praxisnahes Fundament unserer Partnerschaft.“ Die teilnehmenden deutschen Schülerinnen und Schüler erleben Finnland als besonderen Lernort – das stärkt Verbindungen, Verständnis und auch Freundschaften.

Der 2012 gegründete gemeinnützige „Verein zur Förderung der Partnerschaft mit Heinola/Finnland e.V.“ mit seinem Vorsitzenden Frank Hoffmann unterstützt tatkräftig die deutsch-finnische Freundschaftsaktivitäten.

Die wito gmbh ist in enger Abstimmung mit dem Landkreis seit 2014 für die Koordinierung der Partnerschaft mit Heinola, Finnland verantwortlich, die personell von der wito-Wirtschaftsfördererin und Schatzmeisterin des Heinola-Vereins Melitta Arz wahrgenommen wird. Melitta Arz erläutert: „Ich freue mich, dass diese regelmäßigen Begegnungen stattfinden, die einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Partnerschaft lebendig zu erhalten und neue Impulse für die Zusammenarbeit zu setzen.“

Besuch im Indischen Konsulat

wito-Besuch im indischen Generalkonsulat Hamburg

Im Nachgang des hochrangigen Besuchs der indischen Generalkonsulin aus Hamburg, Soumya Gupta, im Landkreis Peine fand die deutsch-indische Kooperation ihre Fortsetzung mit dem Besuch von wito-Wirtschaftsfördererinnen Melitta Arz und Meike Henkel im Hamburg-Generalkonsulat zum 77. indischen Nationalfeiertag am 26. Januar. Im Beisein hochrangiger Gäste aus Politik und Wirtschaft aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen wie der Europaministerin Melanie Walter wurde das große Potential von Indien für Deutschland als aufstrebender Wirtschaftspartner hervorgehoben. Dazu passt auch, dass am 27. Januar die EU mit Indien das historische und sehr bedeutsame Freihandelsabkommen unterzeichnet hat – und sich damit neue Möglichkeiten der Stärkung der wirtschaftlichen Beziehungen und für den freieren Handel mit Waren und Dienstleistungen in einem Markt mit etwa zwei Milliarden Menschen eröffnen.

Interessiert fragte Frau Gupta Frau Arz nach den weiteren Planungen des zukunftsweisenden Schulaustausches von drei Gymnasien aus dem Landkreis und der Maharaja Agarsain Public School Ashok Vihar. Melitta Arz freut sich, diesen internationalen Austausch im Jugendalter als wito-Mitarbeiterin und Fördervereinsvorsitzende auch in diesem Jahr weiterhin zu unterstützen.

Besuch der indischen Konsulin in der Schule

Indische Generalkonsulin zu Gast in Lengede und Peine

Die indische Generalkonsulin aus Hamburg, Frau Soumya Gupta und Vize-Konsul, Pawan Devrani, besuchten am 9. Oktober erstmalig den Landkreis zu einem informativen Austausch über die spannenden Perspektiven wirtschaftlicher Zusammenarbeit und die Erfahrungen mit dem ersten deutsch-indischen Schulaustausch.

Beim Besuch der Firma Hoffmann Maschinen- und Apparatebau GmbH in Lengede, betonte Geschäftsführer Tobias Hoffmann (IHK-Präsident von Niedersachsen und dem Bezirk Braunschweig), dass beeindruckende Potential von Indien für Deutschland als aufstrebender Wirtschaftspartner. Seine Firma ist Marktführer in der Filtration von Schleiföl beim Verzahnschleifen, fertigt in Lengede und Broistedt auf Kundenwunsch Filteranlagen und betreut seine internationalen Kunden stets vor Ort über ein weltweites Netz von Servicepartnern, u.a. in Mumbai (Indien).

Die indische Generalkonsulin hob bei dem gemeinsamen Austausch – auch mit Geschäftsführer Guido Neugebauer und Doreen Weisheit (Leitung International bei der IHK Braunschweig), Fabian Laaß (Referat Landrat, Kreistag und Öffentlichkeitsarbeit), Meike Henkel und Melitta Arz (Wirtschaftsförderinnen wito gmbh) – die Gemeinsamkeiten beider führenden Volkswirtschaften der Welt hervor. Indien ist mittlerweile die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt und hat ein enormes wirtschaftliches Potenzial. Das Land in Südasien ist das Jüngste mit hochqualifizierten Arbeitskräften, die für die bevorstehenden Herausforderungen gerüstet sind. Vor allem betont Frau Gupta, die gemeinsamen Werte beider Länder und Vertrauenswürdigkeit von Indien als wirtschaftlicher Partner. Das Programm „Make in India Mittelstand“ (MIIM), ein One-Stop-Shop von der Botschaft in Berlin, hilft deutschen Mittelständlern, die in Indien investieren wollen.

Ein besonderes Highlight für die Generalkonsulin war der rege Austausch mit den 14 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräften vom Ratsgymnasium Peine, dem Gymnasium Groß-Ilsede und dem Julius-Spiegelberg-Gymnasium Vechelde, die im April in Delhi und Anfang September Gastgeber für die Maharaja Agarsain Public School waren. Frau Gupta stellte den Austauschschülern viele Fragen, war sehr beeindruckt von den Besuchsberichten im Land voller Vielfalt, bunten Traditionen, beeindruckenden Sehenswürdigkeiten, vielem Essen und ausgesprochen herzlicher Gastfreundschaft. Frau Gupta hob das „Geschenk“ dieses internationalen Austausches hervor, das sie in ihrer Zeit als Jugendliche gerne gehabt hätte.

Melitta Arz, auch wito-Koordinatorin für die Internationalen Partnerschaften und Vorsitzende des Schulpartnerschaften-Vereins International, fast zusammen: „Wir freuen uns, dass wir der Generalkonsulin unseren internationalen Schulaustausch vorstellen konnten und im Sinne des Sankrit-Satzes ‚Die Welt ist unsere Familie‘, den interkulturellen Austausch über weite Entfernungen mit Leben füllen können.“ In den nächsten Jahren sind weitere Schulbesuche nach Indien geplant.