Zwei 40 Tonner voller Spenden für den ukrainischen Kreis Kalusch abgeliefert

Mitte März hat uns ein emotionaler Hilferuf aus dem polnischen Partnerkreis Oppeln erreicht. Wir als wito gmbh haben daraufhin im Auftrag des Landkreises eine beeindruckende Spendenaktion für den ukrainischen Kreis Kalusch organisiert und an die ukrainische Grenze transportiert.

Der Aufruf zu Sach- und Geldspenden über Landrat Henning Heiß gemeinsam mit dem DRK und den örtlichen Serviceclubs war ein überwältigender Erfolg. In kürzester Zeit wurde von Firmen, Institutionen wie dem Peiner Klinikum, dem Wasserverband oder Bürger*innen eine beeindruckende Anzahl an Sachspenden wie Werkzeuge, medizinisches Material oder Klappspaten, aber auch Winter- und Sommerkleidung, Schlafsäcke, Thermomatten, Rucksäcke und Hygieneartikel zum Sammelpunkt in der Con-Pro-Halle in der Woltorfer Straße in Peine angeliefert, so dass Projektleiter Armin Obermeier mit der Koordination einiges zu tun hatte. Am 25. März waren die Spenden dann unterstützt von vielen ehrenamtlichen Helfern fertig aufbereitet und transportbereit.

Dank der Spenden der Con-Pro Industrie-Service GmbH & Co. KG und der Fritz Bente GmbH war es uns möglich, alle Sachspenden für die kriegsleidenden Ukrainer in zwei 40 Tonner mit den ehrenamtlichen Fahrern Hans-Georg Hippler und Igor Dirksen kurzfristig an die polnisch-ukrainische Grenze zu transportieren.

Melitta Arz, Partnerschafts-Koordinatorin und Obermeier von der wito gmbh waren am 28. März in der ersten Etappe bis in den polnischen Partnerkreis Oppeln mit dem Auto dabei und haben Fahrer Hippler die ersten 670 km begleitet. In Niemodlin wurde noch ein gespendetes 2,5 t großes Aggregat für das ukrainische Krankenhaus eingeladen, bevor der Konvoi mit den beiden Fahrern Hippler und Dirksen in der Nacht weiterfuhr und am nächsten Tag am vereinbarten Treffpunkt in der Nähe von Jaroslaw an der ukrainischen Grenze gut angekommen ist. Vor Ort wurde der Hilfstransport von Helfern aus dem Kreis Kalusch empfangen und entladen.

Partnerschafts-Koordinatorin Arz: „Ein großer Dank geht namentlich an Krzysztof Wysdak, 2. Beigeordneter von der Partei der Deutschen Minderheit und allen Freunden im Partnerkreis für ihre wertvolle Vermittlungstätigkeit. Ohne ihre Hilfe hätten wir die Spenden nicht an die ukrainischen Partner im Kreis Kalusch senden können. Wir hoffen sehr, dass sie den leidtragenden Menschen in der Ukraine helfen und Hoffnung schenken.“

Die beiden wito-Mitarbeiter übernachteten in Oppeln und trafen am Dienstagmorgen den dortigen Landrat Henryk Lakwa von der Partei der Deutschen Minderheit, Leonarda Płoszaj, 1. Beigeordnete von der Bürgerplatform sowie Krzysztof Wysdak zu einem informativen Austausch über die Flüchtlingssituation in Polen und Deutschland. „Wir haben Landrat Lakwa einen Brief von unserem Landrat Henning Heiß sowie einen Präsentkorb mit leckeren Spezialitäten aus dem Peiner Land als Dank für seine Unterstützung überreicht“, so Melitta Arz. „Von beiden Seiten wurde der Wunsch nach einem offiziellen Treffen und persönlichen Wiedersehen noch in diesem Jahr geäußert: entweder im Landkreis Peine oder im Kreis Oppeln“.

Wir danken nochmals allen Helfern, Spendern und Unternehmen, die diese großartige Aktion gemeinsam mit uns unterstützt haben!!!

In der Zwischenzeit ist ein Dankesbrief vom Abgeordneten Bogdan Lenigiewicz aus Verwaltungsregion „Ivano-Frankivsk oblast“  Ukraine addresiert an Landrat Henning Heiß eingetroffen.

Projekt Betriebsnachbarschaften in Peine beendet

Im Fokus: Fachkräftemangel, Formen digitaler Kommunikation, Gesundheit im Betrieb inkl. Unternehmenschallenge „walk at work“

Den Fachkräftemangel gemeinsam meistern: Damit beschäftigten sich 17 Unternehmen aus dem Peiner Stadtgebiet in den vergangenen zwei Jahren besonders intensiv. Sie nahmen am >> Projekt Betriebsnachbarschaften teil und sammelten wertvolle Erfahrungen rund um das Thema Fachkräftesicherung und -gewinnung. Dabei diskutierten sie insbesondere eigene Problemstellungen sowie konkrete Bedarfe und arbeiteten daraufhin gemeinsam an Lösungen. Jetzt endet das Projekt nach der regulären Laufzeit in allen fünf Projekträumen Goslar, Peine, Salzgitter, Schöningen/Samtgemeinde Heeseberg und Seesen. Bei einer Abschlussveranstaltung kamen Unternehmen, Initiatoren, Unterstützer und Projektträger aus dem Projektraum Peine noch einmal im >> Hotel Schönau zusammen. „Unser Ziel war es, benachbarte Unternehmen untereinander so zu vernetzen und sie zur Zusammenarbeit zu ermutigen, das nachhaltige Betriebsnachbarschaften entstehen, die auch über das Projekt hinaus Bestand haben“, sagte Wendelin Göbel, Geschäftsführer der >> Allianz für die Region GmbH, und dankte allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit unter teilweise schwierigen Rahmenbedingungen. Die besondere Herausforderung sei für alle Beteiligten die Coronapandemie gewesen, die auch das Kennenlernen, Vernetzen und Miteinanderarbeiten immer wieder erschwerte. Die Allianz für die Region setzte die Betriebsnachbarschaften im Rahmen des Fachkräftebündnisses Südostniedersachsen um. Gefördert wurde das Projekt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds sowie des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung sowie der >> Wirtschafts- und Tourismusfördergesellschaft Landkreis Peine mbh (wito GmbH).

Nach der gewerbegebietsbezogenen Bedarfserhebung beim Projektauftakt erhielten die teilnehmenden Unternehmen Fachinformationen, um beispielsweise wichtige Kompetenzen in den Bereichen Arbeitgeberattraktivität und Personalentwicklung zu erweitern. Anschließend realisierten die Beteiligten die zu Projektbeginn vereinbarten Aktivitäten mit ihren Betriebsnachbarn innerhalb von Nachbarschaftstreffen und Webinaren.

Betriebsnachbarschaft Peine mobilisierte Mitarbeitende zur Unternehmenschallenge „walk at work“

Die teilnehmenden Unternehmen aus der Stadt Peine wollten insbesondere die Themen “Vereinbarkeit von Familie und Beruf”, “Betriebskultur und Führung”, “Gesundheit im Betrieb” und “neue Rekrutierungswege” vertiefen. Zu Beginn des Projekts gab es aufgrund der Restriktionen durch die Covid-19-Pandemie zunächst ein vielfältiges Webinar-Angebot in Kooperation mit der wito GmbH. Darin wurde die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Beantragung des Kurzarbeitergeldes und Formen digitaler Kommunikation bearbeitet. „Die aktuellen Krisen haben in den letzten beiden Jahren das wesentliche Problem vieler Betriebe, den Fachkräftemangel, überdeckt. Jetzt gerät er wieder zunehmend in den Fokus. Umso wichtiger sind Projekte wie die Betriebsnachbarschaften, in denen Unternehmen ihre Erfahrungen austauschen und wichtige Kompetenzen beispielsweise zum Thema Arbeitgeberattraktivität erwerben können“, sagt Matthias Adamski, Geschäftsführer der wito GmbH.
Neben weiteren Themen wie Arbeitgeberattraktivität, Berufsorientierung, ökologische Nachhaltigkeit und Arbeitnehmerbenefits thematisierten die Betriebsnachbarschaften auch den hohen Stellenwert eines betrieblichen Gesundheitsmanagements sowie Angebote zur Gesundheitsvorsorge für Mitarbeitende. Ein Highlight in diesem Kontext war die Unternehmenschallenge „walk at work“, die von der Stadt Peine, der wito GmbH und der Audi BKK im Frühjahr 2021 ins Leben gerufen wurde. Hierbei zählten die Mitarbeitenden der Unternehmen einen Monat lang die Schritte, um ihren Alltag aktiver und gesünder zu gestalten. Insgesamt beteiligten sich 35 Teams mit je vier Personen. Alle Teilnehmer absolvierten zusammen knapp 40 Millionen Schritte in vier Wochen. Die besten Teams wurden im Juli 2021 auf einer Abschlussveranstaltung in Präsenz mit Preisen ausgezeichnet.
Auch künftig wollen die Unternehmen in Kontakt bleiben und regelmäßig Erfahrungen austauschen.

Über das Projekt Betriebsnachbarschaften

Als Projektträger organisierte die Allianz für die Region in fünf ausgewählten Projekträumen der Region regelmäßige Nachbarschaftstreffen, in denen sich Unternehmen austauschten. Dazu gehörten benachbarte Betriebe in den Städten und Landkreisen Goslar, Peine, Salzgitter, Schöningen/Hesseberg (Landkreis Helmstedt) und Seesen. Neben den Nachbarschaftstreffen wurde mindestens eine gemeinsam verabredete Maßnahme aus zuvor gemeinsam vereinbarten Themenkomplexen umgesetzt. Die Wirtschaftsförderungen der jeweiligen Gebiete sowie Experten der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade und der Industrie- und Handelskammer Braunschweig standen den Beteiligten mit Rat und Tat zur Seite. Die Abschlussveranstaltungen finden in allen fünf Projekträumen statt: Goslar (21.03.2022), Peine (22.03.2022), Landkreis Helmstedt (28.03.2022), Seesen (29.03.2022) und Salzgitter (30.03.2022).

Wirtschaftstalk „Wasser – ein Lebenselixier“

Der PAZ-Wirtschaftstalk fand gestern live in der Gebläsehalle statt unter dem Motto „Wasser – ein Lebenselixier“. Melanie Stallmann, Redaktionsleiterin des Peiner Wirtschaftsspiegels, interviewte dazu Olaf Schröder, Geschäftsführer des Wasserverbands Peine, sowie Marcel Schmidt (Sparkasse Hildesheim-Goslar-Peine) und Madlen Richter (wito gmbh).

Noch ist Deutschland mit reichlich Wasser gesegnet. Das gilt als selbstverständlich. Doch neue Daten zeigen: Der Wasserverlust ist beträchtlich – und das Ausmaß noch nicht abzusehen. Der Klimawandel trägt dazu bei, dass wir auch in Deutschland immer wieder von Starkregen und Überschwemmungen genauso aber auch von Trockenzeiten betroffen sind. Während anhaltender Trockenphasen kam es bereits zu regionalen Problemen mit der öffentlichen Wasserversorgung.

Stallmann stellte kritische Fragen und diskutiert mit den Gästen über: Wie kann der Wasserverband die Grundwasserversorgung mit Trinkwasser sicherstellen? Müssen wir angesichts der derzeitigen Energiepreisentwicklungen in naher Zukunft auch mit drastischen Preiserhöhungen bei der Wasserver- und Abwasserentsorgung rechnen? Wie können wir oder die Unternehmen mit der Situation umgehen, wenn Energie-, Transpotkosten oder die Wasserpreise steigen?

Veranstaltung: Auswirkungen der Ukraine-Krise

Welche Folgen die Krise auf Inflation, Wirtschaftswachstum und Zinsen hat

Der Ukraine-Krieg trifft die Wirtschaft im Bezirk der IHK Braunschweig ebenso mit voller Wucht wie die Volkswirtschaft insgesamt. Der bereits jetzt hohe Inflationsdruck erfährt weitere Impulse. Gleichzeitig dürfte die wirtschaftliche Erholung nach dem Corona-Winter weniger stark ausfallen als die meisten von uns das zuvor erwarteten. Die Rohstoffpreise steigen auf Rekordhöhen, zudem belasten nach wie vor die Pandemie und Lieferengpässe die Konjunktur.
Welche Folgen die Geschehnisse unter anderen auf die Finanzpolitik haben wird, beleuchten wir im Rahmen der IHK-Onlineveranstaltung Wirtschaftliche Auswirkungen der Ukraine-Krise am 23. März von 15 bis 16:30 Uhr. Dabei erläutert Referent Jochen Möbert (Senior Economist bei Deutsche Bank Research) alle wichtigen volkswirtschaftlichen Zusammenhänge.
>> Melden Sie sich hier an.

Hilfe für die Ukraine: Bitte um Sach-, Material- und Geldspenden

Der Landkreis Peine hat aus seinem Partnerkreis Oppeln (Polen) einen emotionalen Hilfeaufruf für die Menschen in der Ukraine im Landkreis Kalusch für verschiedene Güter und Sachspenden erhalten. Der Landkreis Oppeln unterhält mit dem Kreis Kalusch partnerschaftliche Verbindungen. Um dieser Bitte schnellstmöglich nachzukommen, rufen wir gemeinsam mit dem DRK, den Serviceclubs und weiteren Organisationen zu Sach-, Material und Geldspenden für die Bevölkerung in der Ukraine auf. >> Spendenaufruf gern via Facebook teilen

Das DRK Peine e.V., Die Kleiderkammer im Lehmkuhlenweg 29 sammelt:

– Winter- und Sommerkleidung
– Stiefel, Knieschoner
– Thermounterwäsche
– Schlafsäcke und Thermomatten
– Rucksäcke
– Hygieneartikel

Alle, die spenden möchten, können ordentliche und gewaschene Kleidung am Donnerstag, 10.03. und 17.03. von 13 bis 18 Uhr sowie Freitag 11.03. und 18.03. von 9 bis 14 Uhr abgeben.

In der Lagerhalle in Peine, Woltorfer Str. 107 zwischen Firma Herb und Scania-Händler können folgende Artikel abgegeben werden:

– Essgeschirr und Trinkflaschen
– Zelte und Campingkocher
– technische Geräte: Generatoren oder Schweißgeräte
– Taschenlampen und Powerbanks
– Werkzeuge: Äxte, Sägen, Schaufeln
– Medizinische Artikel: Schmerzmittel, Erste Hilfe Pakete, Verbandsmaterial, Rettungsdecken

Wito-Mitarbeiter nehmen Anlieferungen am Freitag, 11.03. und 18.03. von 9 bis 13 Uhr und am Samstag, 12.03. und 19.03. von 13 bis 16 Uhr entgegen.

Wer Geld spenden möchte kann dies über das Hilfsprojekt der Sparkasse Hildesheim-Goslar-Peine „Hilfe für die Ukraine im Landkreis Kalusch“. Informationen stehen auf der Projekthomepage: www.heimatherzen.de/project/hilfe-fuer-die-ukraine-im-landkreis-dolina/

Der Landkreis Peine hat einen Kriesenstab eingerichtet für die Flüchtlinge aus der Ukraine.
Folgende Dinge werden benötigt:
1. nicht privater Wohnraum, möglichst möbliert. Bitte mit Angaben zu Quadratmeterzahl, Ausstattung, Zeitraum der Unterbringung, Anzahl an Schlafplätzen, Adresse, Telefonnummer
2. privater Wohnraum zur Aufnahme von Einzelpersonen. Bitte mit Angabe der Adresse, Telefonnummer, Anzahl an Personen, die aufgenommen werden können
3. ehrenamtliche Helfer für Einkauf, Arztbesuche etc.
4. Übersetzungshelfer mit Angaben zum Sprachniveau (mündlich, schriftlich), Mobilität, zeitlicher Verfügbarkeit und Kontaktdaten
Sämtliche Hilfsangebote können per E-Mail an ukrainehilfe@landkreis-peine.de gesendet werden.