Deutliche Einkommenssteigerungen im Landkreis Peine

Positive Trends bei Medianlöhnen 2020-2024

Die aktuellen Jahresdaten der Bundesagentur für Arbeit zu Medianlöhnen für 2024 liegen vor. Wito-Wirtschaftsfördererin Melitta Arz freut sich, informieren zu können: „Die Medianlöhne (Bruttomonatsentgelte) im Landkreis Peine sind in den vier Jahren kontinuierlich gestiegen. Besonders erfreulich ist die Entwicklung bei den verschiedenen qualifizierten Fachkräften.“

Im Landkreis Peine liegt der Medianlohn im Jahr 2024 bei 3.700 €, was eine Steigerung von 560 € oder knapp 18 % im Vergleich zu 2020 bedeutet. Männer verdienen im Schnitt 3.764 € (2020: 3.251 €), Frauen 3.542 € (2020:2.867 €), wobei die Löhne bei den jüngeren Arbeitnehmern unter 25 Jahren bei 2.760 € (2020: 2.336 €) starten und bei den älteren ab 55 Jahren auf 3.963 € (2020: 3.427 €) steigen.

Auch bei den Qualifikationen zeigt sich eine positive Entwicklung: Personen mit akademischem Abschluss verdienen im Schnitt 6.291 € (2020: 5.592 €), Fachkräfte 3.600 € (2020: 3.053 €), Spezialisten 4.651 € (2020: 4.246 €) und Experten sogar 6.522 € (2020: 5.645 €) im Jahr 2024. Beschäftigte ohne Berufsabschluss liegen bei einem Mediangehalt von 2.803 € (2020: 2.358 €)

Niedersachsen und Deutschland folgen ebenfalls diesem Trend, jedoch auf höherem Niveau: im Jahr 2024 liegt der Medianlohn in Niedersachsen bei 3.832 € (Steigerung um knapp 17 %, während er in Deutschland bei 4.013 € (Steigerung um 17 %) liegt.

Deutliche Unterschiede in den verschiedenen Wirtschaftszweigen

Der Blick auf die Wirtschaftszweige zeigt, dass die Medianlöhne im Landkreis Peine stark variieren, abhängig von der Branche und der jeweiligen Entgeltklasse.

Die Branche mit den höchsten Medianlöhnen ist der Bereich Energie- u. Wasserversorgung mit einem Medianlohn von 6.632 €. Die meisten Beschäftigten
– 1.386 – entfallen hier auf die Entgeltklasse über 6.000 €. An zweiter Stelle folgt mit Abstand der öffentliche Dienst mit einem Median von 4.237 € und seinen meisten Beschäftigten in der Entgeltklasse 4.000 bis 5.000 €.

Das verarbeitende Gewerbe weist ebenfalls eine starke Einkommensspanne auf, mit Medianlöhnen zwischen 3.384 € (Herstellung von Vorleistungsgütern) und 4.144 € (Metall-, Elektro-, Stahlindustrie). Das Baugewerbe liegt bei einem Medianlohn von 3.569 €.

Im Dienstleistungsbereich sind die Medianlöhne etwas niedriger wie etwa im Handel mit 3.203 € und Verkehr 2.833 €. So liegt der Median im Gesundheitswesen bei 3.636 € und im Bereich Heime und Sozialwesen bei 3.839 €.

Branchen wie die Arbeitnehmerüberlassung (2.254 €) und sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen (2.324 €) weisen im Vergleich niedrigere Medianlöhne auf.

Die Daten verdeutlichen die heterogenen Einkommensstrukturen innerhalb der Wirtschaft im Landkreis Peine. Branchen mit hoher Spezialisierung und im Bereich Energieversorgung bieten im Durchschnitt deutlich höhere Löhne, während Dienstleistungsbranchen noch Entwicklungspotenzial aufweisen.

Zum Hintergrund: Medianlöhne sind ein statistischer Wert, der die Mittel aller Löhne von sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten (ohne Auszubildende) angibt. Er ist dabei robuster gegenüber extrem hohen oder niedrigen Löhnen und wird daher als realistische Kennzahl durchschnittlicher Einkommen verwendet.

Wir unterstützen Unternehmen und Entscheidungsträger fachkundig mit relevanten Statistiken.

Statistik für Handwerksunternehmen im Landkreis

Melitta Arz, Ansprechpartnerin für Statistiken, informiert: Laut neuesten Zahlen des Landesamtes für Statistik Niedersachsen gab es im Jahr 2021 im Landkreis Peine 688 Handwerksunternehmen mit 5.784 tätigen Personen. Die Unternehmen hatten einen Jahresumsatz von insgesamt 446.552.000 Euro. Die Zahl der Handwerksunternehmen als auch der Jahresumsatz ist um rund 4,5 % im Vergleich zum Vorjahr stärker als im Niedersachsen-Durchschnitt gestiegen. Insgesamt erwirtschaftete das Handwerk im Landkreis Peine im Jahresdurchschnitt 2021 damit 81.384 Euro je tätiger Person. Je Handwerksunternehmen waren sowohl 2021 als auch 2020 im Jahresdurchschnitt 8 Personen tätig.

Zu den 607 zulassungspflichtigen Handwerksunternehmen in 2021 gehören bspw.

  • 39 Maurer und Betonbauer
  • 58 Installateure und Heizungsbauer
  • 57 Fliesenleger
  • 61 Kraftfahrzeugtechniker
  • 72 Friseure
  • 1 Orgel- und Harmoniumbauer

Den höchsten Umsatz je tätige Personen machten die 5 Estrichleger mit 147.485 Euro.

Die höchsten Beschäftigungszahlen je Unternehmen hatten in 2021 mit 42 Personen die Bäckerunternehmen im Landkreis zu verzeichnen.

Bei den zulassungsfreien Handwerksunternehmen waren bspw. 29 Gebäudereiniger und 10 Kosmetikerinnen und Kosmetiker zahlenmäßig an vorderer Stelle.

Den höchsten Umsatz je tätige Personen bei den zulassungfreien Handwerksunternehmen machten in 2021 die 7 Holz- und Bautenschützer mit 73.353 Euro.

 

Aktuelle Förderbilanz 2022: über 32 Millionen Euro an NBank-Fördermitteln in den Landkreis Peine geflossen

Die landeseigene NBank hat vor ein paar Tagen aktuelle Förderbilanzen für 2022 veröffentlicht. Im vergangenen Jahr flossen insgesamt 32.340.546 Euro für Wirtschaftsförderung, Wohnungsbau und Qualifizierung von Arbeitskräften in den Landkreis Peine. Damit ist ein leichter Rückgang gegenüber dem Hochjahr-2021, als mehr als 39 Millionen Euro für Wirtschaftsförderung und insbesondere Corona-Programme bewilligt wurden, festzustellen.

In 2022 haben 541 Unternehmen rund 11 Millionen überwiegend an Corona-Hilfen wie Überbrückungshilfen, Neustarthilfen erhalten. Darunter fallen auch 10 Gaststätten, die 610.000 Euro an niedrigschwelligen Investitionszuschüssen oder 16 Privatpersonen, die Photovoltaik-Batteriespeicher für insgesamt 41.207 Euro oder 10 Privatpersonen, die Lastenfahrräder für 7.600 Euro genehmigt bekommen haben.

Positiv war laut wito-Fördermittelberaterin, Melitta Arz, dass nicht nur Programme zur Abmilderung der Krisenfolgen beantragt wurden, sondern auch Transformationsangebote wie betriebliche Energieeffizienzprogramme und Digitalisierungsprogramme in Anspruch genommen wurden. 3 Unternehmen haben bspw. das Betriebliche Ressourcen- und Energieeffizienzprogramm 2.0 in Höhe von 395.636 Euro sowie 17 Antragsteller haben den Digitalbonus.Niedersachsen in Höhe von 115.848 Euro in Anspruch genommen. Des Weiteren wurden für 7 Digitalisierungsberatungen im Einzelhandel von der NBank 17.500 Euro bewilligt.

Erfreulich ist die Steigerung der Arbeitsmarktförderung auf 1.308.276 Euro gegenüber dem Vorjahr um über 300.000 Euro, u.a. bspw. für die Entlastung von Ausbildungsbetrieben, Meisterprämien im Handwerk, Mobilitätsprämien für Auszubildende, Jugendwerkstätten, Fachkräftebündnisse, Pro-Aktiv-Centren – PACE oder Start Guides.

Auch bei der Wohnraumförderung gab es eine erhebliche Steigerung: 61 Wohnungen wurden über die Eigentumsförderung, Wohnraumförderung COVID-19 oder den Mietwohnungsbau mit über 3,5 Millionen Euro gefördert.

Das Team der Wirtschaftsförderung hat die verschiedenen EU-Fördertöpfe mit Abkürzungen wie EFRE, ESF oder ELER für Sie im Blick. Bei Bedarf unterstützen wir Sie bei der Kontaktaufnahme zur NBank, der Förderbank für das Land Niedersachsen.

Im Folgenden finden Sie einen Überblick der EFRE- und ESF-Förderbilanzen für den Landkreis Peine. Die ELER-Förderung für den ländlichen Raum ist in der Darstellung nicht enthalten.

Landkreis-Förderbilanzen 2022 und 2021

EU-Fördermittel immer im Blick

Die EU ist für viele Bürger weit weg – dabei gibt es viele Projekte und Einrichtungen im Landkreis, die von Europäischen Union mitfinanziert werden, wie zum Beispiel das von der wito begleitete Modellprojekt des Gesundheitsamtes Peine. Förderexpertin Melitta Arz unterstützte das Gesundheitsamt des Landkreises Peine Mitte 2022 bei der Beantragung von Fördermitteln aus dem „Pakt für den öffentlichen Gesundheitsdienst“, der aus dem NextGenerationEU -Topf der Europäischen Union finanziert wird.

Der Förderantrag wurde im September 2022 zu 100% bewilligt. Somit erhält der Landkreis Peine einen Zuschuss für Investitionen in die digitale Ausstattung des Gesundheitsamtes in Höhe von rund 1 Million € für das Modellprojekt digital-zukunftsfähiger und attraktiver Gesundheitsdienst „Digi-ZAP“.

Ende Januar hat Melitta Arz von der wito gmbh den ersten Status-und Meilensteinbericht fristgerecht an den Projektträger VDI/VDE in Berlin versendet. „Wir sind erfreut, dass der öffentliche Gesundheitsdienst auf kommunaler Ebene mit dem Modellprojekt gestärkt wird“ so Arz aus dem Team der Wirtschaftsförderung „und dass wir das Projekt in den nächsten 2 Jahren als projektbegleitende Dienstleisterin weiterhin unterstützen können“.

Das Team der Wirtschaftsförderung hat die verschiedenen EU-Fördertöpfe mit Abkürzungen wie EFRE, ESF oder ELER für Sie im Blick, die u.a. Projekte im Bereich der Wirtschaft, des Klimaschutzes oder auch in ländlichen Gebieten fördern. Wir klären inhaltliche und formale Vorgaben und geben erste Hilfestellungen bei der richtigen Formulierung der Antragstellung.

Bei speziellen Fragestellungen und Detailfragen nutzen wir unseren guten Draht zu den Förderstellen und Projektträgern. Bei Bedarf unterstützen wir Sie bei der Kontaktaufnahme zur NBank, der Förderbank für das Land Niedersachsen.

(v.l.): Bernd Leunig, Leiter der EDV, Sozialdezernentin Professor Dr. Andrea Friedrich, Marion Teichert, Verwaltungsleiterin im Gesundheitsamt, Dr. Agnieszka Opiela, Leiterin des Gesundheitsamtes, und Melitta Arz, Fördermittelberaterin wito gmbh. © Quelle: Landkreis Peine

wito-Unterstützung bei Fördermittel-Akquise des Gesundheitsamtes erfolgreich

Die wito-Unterstützung des Gesundheitsamtes Landkreis Peine bei der Beantragung von Bundesmitteln ist von Erfolg gekrönt: der Förderantrag zum Digitalisierungsprojekt Gesundheitsamt 2025 wurde zu 100 % bewilligt. In Zahlen: der Landkreis Peine erhält einen Zuschuss für Investitionen in die digitale Ausstattung des Gesundheitsamtes in Höhe von insgesamt 1.005.706 € für das Modellprojekt digital-zukunftsfähiger und attraktiver Gesundheitsdienst „Digi-ZAP“.

„Es war ein hartes Stück Arbeit, alle erforderlichen Voraussetzungen für die Antragsstellung in so kurzer Zeit zu erfüllen. Daher gilt mein Dank allen Beteiligten, für die gute und konstruktive Zusammenarbeit“, erklärt Sozialdezernentin Prof. Dr. Andrea Friedrich.

Melitta Arz aus dem Team der Wirtschaftsförderung stand kurzfristig von Mitte Mai bis zum Antragsstichtag 30. Juni dem Antragsteam als Dienstleisterin und Beraterin für die Fördermittel-Akquise des Gesundheitsamtes zur Seite. „Wir sind erfreut, dass damit der öffentliche Gesundheitsdienst auf kommunaler Ebene mit dem Modellprojekt gestärkt wird“ so Arz „und dass wir das Projekt in den nächsten 2 Jahren gerne als projektbegleitende Dienstleisterin weiterhin unterstützen können“.

Weitere Infos unter: https://gesundheitsamt-2025.de